“Dwayne is back” – Göttingen gewinnt in Kassel
Eingestellt in Bundesliga Herren am 08.05.2010Veilchen auch in zweiter Heimhalle Kassel nicht zu bezwingen. BG Göttingen gelingt mit gelungenem Comeback von “Dwayne Anderson” in Kassel ein fulminanter Auftakt in die Payoffs 2009/2010. Mit einem 91:73 (46:34) zeigen Sie den Eisbären aus Bremerhaven, dass auch die Rothenbachhalle zu Kassel zu einer “Lokhölle” werden kann.
Für die rund 2.500 Zuschauer in die Rothenbachhalle zu Kassel bot die heutige Partie des Viertelfinals in der Beko BBL ein packendes Basketball-Spiel der Extraklasse. Selbst in der TV-Übertragung auf Sport1 konnte man erstmals pures Playoff-Feeling spühren. Die Fans der BG Göttingen verwandelten zusammen mit den Kasselanern die Rothenbach-Halle in ein Lila-Tollhaus, welches der “Lokhölle” durchaus ebenbürtig war.
Das erste Duell mit den Eisbären startete recht ausgeglichen. Zwei Minuten vor Ende des ersten Viertels markierte Torrell Martin mit einem 3-Punkte-Wurf den 18:17 Zwischenstand und hielt die Gäste im Spiel. Dwayne Anderson, welcher in der EuroChallenge sein unerwartetes Comeback feierte, vollendete per Dreier die ersten 10 Minuten zum 23:19 für die Veilchen aus Göttingen. Das zweite Viertel eröffnete Chris Oliver auf Zuspiel von Ben Jacobsen mit einem Dunking zum 25:19. Ein technisches Foul vom Trainer der Eisbären (Doug Spradley) konnten dann die Veilchen nutzen, um mit verwandelten Freiwürfen von Taylor Rochestie mit 30:23 in Führung zu gehen. Per 3-er von Micheal Meeks zum 41:29 setze sich BG Göttingen schon fast entscheidend ab, bevor Antoine Jordan den 46:34 den Halbzeitstand fixierte.
Das dritte Viertel gehörte “Mr. Comeback” Dwayne Anderson und Taylor Rochestie, die fast im Alleingang die 71:53 Führung für die BG Göttingen herstellen konnten. Knapp 03:30 Minuten vor Spielende verkürzte Louis Campbell per 3 Punkte Wurf noch einmal auf 76:68. Göttingen konnte aber mit den Erfahrungen aus der EuroChallenge und den Fans im Rücken immer wieder kontern und spielte das Spiel trotz Auswärtshalle souverän mit 91:73 nach Hause.
Punkte BG Göttingen: Robert Kulawick, Chris McNaughton (4), Taylor Rochestie (13), Ben Jacobson (15), Chester Frazier (6), Michael Meeks (5), Jason Boone, Chris Oliver (14), Antoine Jordan (10), Chris Anderson (24), Nico Adamczak, Tobias Welzel
Punkte Eisbären Bremerhaven: Jan Lipke, Andrew Drevo (7), Phillip Schwethelm (10), Brandon Brooks (12), Torrell Martin (13), Louis Campbell (16), Norman Richardson (2), Jeff Gibbs (11), Kevin LYDE (2), Bryan Lucas
Kommentare zum Spiel
John Patrick: „Wir hatten in der ersten Halbzeit Probleme beim Rebounding. In der zweiten Hälfte haben wir uns hier viel besser gezeigt. Wir hatten auch Probleme mit den Shootern der Bremerhavener, da hat teilweise die Kommunikation in der Defense nicht gestimmt. Ich bin froh und stolz, dass Dwayne Anderson wieder voll für uns da ist. Ich bin auch stolz darauf, wie das Team die Verletzung von John Little kompensiert hat. Diese Serie ist noch lange nicht vorbei. Jetzt müssen wir uns voll und ganz auf Donnerstag konzentrieren.“
Douglas Spradley: „Glückwunsch an Göttingen. Ich habe meinen Spielern in der Kabine gesagt, dass wenn du in den Playoffs gewinnen willst, du alles geben musst. Du musst kämpfen, kratzen und beißen. Du musst vor allem auch verteidigen. Es ist nun das zweite Mal, dass wir schlecht gegen Göttingen verteidigt haben. Es ist sicher nicht einfach gegen Göttingen zu verteidigen, aber wir haben so oft gegeneinander gespielt, da gibt es keine Überraschungen mehr. Wenn man gegen Göttingen gewinnen will, muss man härter spielen. Das ist nicht einfach, aber man muss es probieren. Phasenweise war es heute okay, aber das hat nicht gereicht.“
Weitere Ergebnisse Playoffs 2009/2010
EWE Baskets Oldenburg – New Yorker Phantoms 83:67 (39:35)
Telekom Baskets Bonn – Brose Baskets Bamberg 78:80 (44:43)
Foto: Swen Pförtner (Göttinger Tageblatt)

