Göttingen bezwingt Frankfurt

Eingestellt in Bundesliga Herren am 12.12.2009

Göttingen bezwingt Frankfurt

Göttingen bezwingt Frankfurt

In einer temporeichen und hochklassigen Basketballpartie hat die MEG Göttingen den sechsten Heimsieg der Saison errungen. Mit 90:78 setzten sich die Veilchen gegen den bisherigen Tabellenzweiten Deutsche Bank Skyliners durch. Damit bleibt Göttingen in dieser Saison zuhause ungeschlagen.

Vor 3147 Zuschauern in der Göttinger Lokhalle zeigten die Veilchen gegen eine starke Frankfurter Mannschaft eine überzeugende Vorstellung. Wesentliche Faktoren für den Erfolg waren die Reboundhoheit (43:33 für Göttingen) sowie insgesamt 50 Punkte in der gegnerischen Zone. In Abwesenheit des erkrankten Ben Jacobson (Grippe) überzeugte Taylor Rochestie als Führungspersönlichkeit. Rochestie erzielte 22 Punkte und verteilte neun Assists. Chris Oliver überzeugte erneut: Am Ende gingen 23 Punkte und 13 Rebounds auf sein Konto.

MEG Head Coach John Patrick zeigte sich zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Die Rebounds und die Punkte in der Zone waren heute die Schlüsselfaktoren für uns. Ben Jacobson ist heute wegen Krankheit nicht einsatzfähig gewesen. Dafür haben wir gute Leadership von Taylor Rochestie bekommen. Wir haben heute gegen eine ganz starke Frankfurter Mannschaft gewonnen. Ich bin stolz auf die Leistung. Die Stimmung in der Lokhalle wird von Spiel zu Spiel immer besser und hilft uns sehr.“

Skyliners-Coach Murat Didin sah die Niederlage ebenfalls in den Reboundnachteilen seines Teams sowie in den Göttinger „Points in the Paint“ begründet: „Im heutigen Basketball sind körperliche Stärke und Teamfight wichtige Faktoren, ebenso wie starkes Spiel in der Zone. Das wussten wir schon vor dem Spiel. Göttingen hat es heute aber noch besser gewusst.“

Schon der Start in die Partie verlief verheißungsvoll für die Veilchen. Mit einem 9:0 Lauf sicherte man sich früh die Führung (9:3) und sollte sie in der Folge nicht mehr abgeben. Mit viel Energie und hohem Tempo überrannte man die Gäste aus Hessen im ersten Viertel förmlich. Murat Didin reagierte früh und nahm gleich zwei Auszeiten im ersten Viertel. Dennoch ging der erste Spielabschnitt mit 29:14 an die Veilchen. Unbestrittenes Highlight war hier ein spektakulärer Alley-Oop Dunking von Chris Oliver auf Assist von Taylor Rochestie.

Auch im zweiten Viertel hatten die Hausherren die Partie zunächst fest im Griff. Rochestie schloss artistisch per Korbleger ab und sorgte somit für die 37:20 Führung. Frankfurt zeigte jedoch seine Klasse und kämpfte sich wieder zurück ins Spiel. Mit einem 9:0 Lauf verkürzten die Skyliners auf 31:39. Die Zuschauer bekamen nun eine packende Partie zu sehen, in der beide Mannschaften ein hohes Tempo gingen. Bis auf fünf Punkte kamen die Gäste an die Hausherren ran, ehe ein 4:0 Zwischenspurt in der Schlussminute die MEG-Führung mit 45:36 wieder solider ausfielen ließ.

Nach der Pause lieferten sich die Teams einen offenen Schlagabtausch. Für die Deutsche Bank Skyliners drehte nun Seth Doliboa auf, nachdem er in Halbzeit eins ohne jeglichen Punkt geblieben war. Doliboa erzielte sämtliche seiner 13 Punkte nach der Pause. Doch in den entscheidenden Momenten der Partie hatten die Veilchen immer eine Antwort auf die Korberfolge der Hessen. Der Vorsprung wuchs zum Ende des dritten Viertels sogar leicht auf 13 Punkte an (67:54).

Im Schlussabschnitt ähnelten sich die Szenen. Frankfurt versuchte ein Comeback. Doch Göttingen wusste dies durch gutes Rebounding und aggressive Defense zu verhindern. Spätestens beim 85:70 durch Chris Oliver gut eine Minute vor Spielende waren die letzten Zweifel am Erfolg über die Skyliners ausgeräumt. Am Ende hatte das Team von John Patrick mit 90:78 die Nase vorn.

Endergebnis: MEG Göttingen – Deutsche Bank Skyliners = 90:78

Viertelstände: 29:14, 45:36, 67:54, 90:78

Punkte MEG Göttingen: Kulawick (6), McNaughton (10), Welzel, Rochestie (22), Little (11), Frazier (2), Boone (6), Anderson (8), Oliver (23), Töpper (2)

Punkte Deutsche Bank Skyliners: Reese (10), Bahiense de Mello (3), Doliboa (13), Roller (8), Franke, Nolte (3), Allen (13), McKinney (7), Robertson (12), Moyer (7), Calhoun, Jenkins (2)

Punkte in der Zone: Göttingen 50, Deutsche Bank Skyliners 34
Second Chance Points: Göttingen 12, Deutsche Bank Skyliners 8
Punkte nach Fast Breaks: Göttingen 13, Deutsche Bank Skyliners 12
Höchste Führung: Göttingen 19, Deutsche Bank Skyliners 3

Topscorer: Chris Oliver 23 Punkte (Göttingen), Seth Doliboa, Derrick Allen je 13 Punkte (beide Deutsche Bank Skyliners)

Top-Rebounder: Chris Oliver 13 Rebounds (Göttingen), Derrick Allen, Quantez Robertson je 5 Rebounds (Deutsche Bank Skyliners)

Bester Assistgeber: Taylor Rochestie 9 Assists (Göttingen), Aubrey Reese 5 Assists (Deutsche Bank Skyliners)

Fotos: Sven Marquardt, Autor: Björn-Lars Blank

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