Grandioser Sieg in Berlin

Eingestellt in Bundesliga Herren am 26.12.2009

Grandioser Sieg in Berlin

Grandioser Sieg in Berlin

Die MEG Göttingen hat zum Ende des Jahres 2009 ein großes sportliches Ausrufezeichen gesetzt. Mit 86:82 bezwangen die Veilchen am zweiten Weihnachtstag das favorisierte und zuvor daheim ungeschlagene ALBA Berlin. In einem packenden Spiel zeigte das Team von Head Coach John Patrick eine rundum gelungene Leistung.

Die Bühne für ein großes Spiel war bereitet. Am zweiten Weihnachtstag traf die MEG Göttingen in der o2 World auf das deutsche Spitzenteam ALBA Berlin – und das ganze war live auf dem DSF zu sehen. Die Veilchen ließen sich von der wahrlich großen Kulissen zu einem überragenden Spiel inspirieren. Mit 86:82 gewann Göttingen und fügte Berlin somit die erste Heimniederlage der Saison zu. In einer dramatischen Schlussphase behielten die Veilchen die Nerven und sicherten sich den Überraschungscoup. Besonders Taylor Rochestie zeigte sich in der Crunch Time eiskalt. Mit 23 Punkten war der Guard maßgeblich an dem wichtigen Auswärtssieg beteiligt.

Die Veilchen starteten mit viel Schwung in die Weihnachtspartie. Mit viel Zug zum Korb setze man sich in den ersten Angriffszügen der Partie erfolgreich in Szene. Per Dreipunktspiel markierte John Little die 5:0 Führung. Mit zunehmender Spielzeit fand nun auch ALBA besser in die Partie. Über den 9:9 Ausgleich gingen die Berliner nach einen Dreier von Julius Jenkins erstmals in Führung. Jenkins war ein früher Aktivposten seiner Mannschaft. Zehn Punkte erzielte er im ersten Spielabschnitt und hatte so einen wesentlichen Anteil an der 22:19 Führung seiner Albatrosse.

Von der effektiven Alba-Offense ließen sich die Göttinger jedoch nicht beeindrucken. Gleich zum Start in den zweiten Abschnitt gingen die Veilchen erneut in Führung. Besonders stark in dieser Phase war Taylor Rochestie, der zwei Dreier in Folge im Berliner Korb versenkte. Ein weiterer Dreier von Chris Oliver (28:24) und Luka Pavicevic sah sich gezwungen eine Auszeit zu beantragen. Sein Team zeigte sich nicht mehr so effektiv wie noch zu Beginn. Göttingen nutze seine Chancen hingegen clever und spektakulär. Ein Alley-Oop Dunking von Chris Oliver sorgte für einträchtiges Raunen in der mit 10452 Zuschauern gefüllten o2 World. Alba konterte das Highlight in der Folge und ging knapp mit 34:33 in Führung. Göttingen legte in einer ansehnlichen Partie nach und sorgte mit einem 7:0 Lauf zum 40:34 für den neuerlichen Führungswechsel. Ärgerlich aus Göttinger Sicht war es in dieser Phase, dass man es verpasste diese solide Führung mit in die Halbzeitpause zu nehmen. Mit 42:39 lag man dennoch nach 20 Spielminuten vorne.

Nach dem Seitenwechsel knüpften beide Teams nahtlos an die gute erste Hälfte an. In einem offenen Schlagabtausch wechselte die Führung ständig zwischen beiden Seiten hin und her. Setzte sich Berlin etwas ab fanden die Veilchen stets einen Weg zurück und gingen dank wichtiger Offensiv-Rebounds kurz vor dem Ende des dritten Viertels mit 62:58 in Führung. Es folgten jedoch zwei unglückliche Aktionen im Angriff, so dass sich die Gastgeber durch fünf Punkte in Serie mit 63:62 doch noch einen erneuten Führungswechsel herbeiführen konnten.

Im Schlussviertel blieb das Spiel eng und spannend. Die Partie wogte hin und her, den Zuschauern wurde purer Nervenkitzel geboten. In der Crunch Time war es immer wieder Rochestie, der mit gelungenen Aktionen für Jubel bei den mitgereisten Fans sorgte. ALBA steckte nicht auf. Beim Stand von 75:75 bei noch gut 2:49 Minuten nahm John Patrick eine Auszeit. Die Spannung in der Arena war regelrecht zu greifen. In einer dramatischen Schlussminute brachte Rochestie seine Farben per Dreier mit 80:76 nach vorne. Die Entscheidung? Nein, denn Berlin verkürzte knapp sieben Sekunden vor Schluss noch einmal auf 82:83. In der anschließenden Sequenz brachte der Grundlinieneinwurf einen Fastbreak für Ben Jacobson, wobei dieser von Steffen Hamann gefoult wurde. Die Schiedsrichter entschieden auf unsportliches Foul. Jacobson verwandelte beide Freiwürfe zum 85:82. Im anschließenden Göttinger Ballbesitz wurde John Little gefoult. Little traf einen seiner beiden Würfe und schraubte das Ergebnis so auf 86:82. Die Sensation war perfekt. Göttingen bezwingt als erste Mannschaft in dieser Saison die Berliner in der o2 World.

Punkte MEG Göttingen: Kulawick (3), McNaughton (4), Rochestie (23), Little (9), Jacobson (7), Frazier (2), Meeks (2), Boone (6), Anderson (18), Oliver (10)

Punkte ALBA Berlin: Byars (9), Hamann (2), Dojcin (4), Golemac, Sekulic (12), Jenkins (18), Wright (12), Chubb (13), McElroy (12)

Fotos: Swen Pförtner, Autor: Björn-Lars Blank, Quelle: Pressemeldung der MEG Göttingen

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