Lazarett kurz vor dem Meisterstück
Eingestellt in Bundesliga Herren am 14.04.2010Das Göttinger Lazarett hätte heute fast das Meisterstück geschafft, mußte sich aber erstmalig in den eigenen vier Wänden mit 76:80 geschlagen geben. Nach dem Halbzeitstand von 25:44 sah es alles andere nach einem echten Basketball-Krimi aus, aber die Veilchen gaben nie auf und kamen 1:17 Minuten vor der Schlusssirene dank Chris Oliver noch einmal auf 72:74 heran. Was dann passierte, erlebt ein Trainer wohl kaum mit trockendem Hemd.
Bis zur 5 Minute lagen die Veilchen in Frond. Nach dem Ausgleich zum 9:9 durch Milan Majstorovic, übernahmen die Oldenburger fortan die Führung und bauten diese gar auf 19 Punkte zum 25:44 Halbzeitstand aus. Göttingen lief abermals einem Rückstand hinterher. Dank einem guten 3. Viertel konnten die BG’er aber noch einmal auf 46:57 verkürzen. Dank eines kleinen Zwischenspurts kam man in der 32. Minute sogar auf 52:57 heran. Der amtierende Deutsche Meister aus Oldenburg schien ins wackeln zu geraten und es folgte ein Schlagabtausch, bei dem sich beide Mannschaften nichts schenkten. John Little konnte rund 4. Minuten vor Ende der regulären Spielzeit per Freiwurf zum 62:65 verkürzen. Nach dem Chris Oliver 01:17 Minuten vor Schluss einen Korb zum 72:74 versenkte, war in der Göttinger Lokhalle die “Krimi-Zeit” angebrochen. Die noch ausstehenden Minuten hat wohl kein Göttinger sitzend verbracht.
50 Sekunden vor Schluß mußte Milan Majstorovic (Oldenburg) durch ein Foul von Michael Meeks an die Linie. Majstorovic konnte nur 1 von 2 zum 72:75 für Oldenburg verwandeln und Taylor Rochestie verkürzte binnen 10 Sekunden (40 Sekunden vor Spielende) per Schnellangriff zum 74:75. Oldenburg in Person von Je’Kel Foster vertendelte zwar den nächsten Korbversuch, aber eine Sprungball-Entscheidug hielt Oldenburg 20 Sekunden vor Schluss in Ballbesitz. John Little zwang mit einem schnellen Foul Jason Gardner an die Linie (16 Sekunden Restspielzeit). Dieser verwandelte beide Freiwürfe sicher zum 74:77. OLdenburg darauf hin mit schnellem Foul an Taylor Rochestie, um bei 3 Punkte Vorsprung und 12 Sekunden Spielzeit in den Genuss des wohl letzten Angriffs zu kommen. Taylor Rochestie verwandelte beide Freiwürfe zum 76:77 und die Lokhalle stand Kopf. Die Veilchen danach wiederum mit einem schnellen Foul von Robert Kulawick an Je’Kel Foster. Dieser verwandelte nur 1 von 2 zum 76:77 und Göttingen 11 Sekunden vor Schluß mit dem Rebound von Taylor Rochestie. Dieser vesuchte es jetzt auf eigene Faust und wurde von Ricky Paulding geblockt. Je’Kel Foster holte den Rebound und bekam 2 Sekunden vor Schluß noch einmal das “Stop The Clock Foul” von Jason Boone zu spüren. Je’Kel Foster verwandelte beide Freiwürfe vor lautstarker Kulisse zum 76:80. Das Spiel war gelaufen, daran hätte auch ein erfolgreicher Dreipunkte-Wurf von Ben Jacobsen nicht mehr dran rütteln können. Trotz Niederlage verabschieden sich die Fans mit stehenden Ovationen von ihrer Mannschaft.
Punkte BG Göttingen: Kulawick(3 Punkte), McNaughton (7), Welzel (0), Rochestie (9), Little (14), Jacobson (2), Meeks (14), Boone (3), Oliver (18), Schiecke (0), Jordan (6), Adamczak (0)
Punkte EWE Baskets Oldenburg: Scekic (9 Punkte), Buljevic (0), Strauch (0), Foster (14), Majastorovic (16), Perkovic (0), Troelenberg (0), Hain (6), Gardner (5), Paulding (22), Carter (0), Boumtje Boumtje (8)
Foto Göttinger Tageblatt

